Auszüge aus der 13. Ausgabe
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Sallie Bernard (USA), veröffentlicht in der Zeitschrift Autism Research Review International:

Autismus als Folge einer Schwermetall-Vergiftung?

Das weltweit bekannte Autismus-Forschungs-Institut des Dr. Bernard Rimland aus San Diego (USA) veröffentlichte schon vor einiger Zeit auf seiner Webseite einen Aufsatz von Mrs. Sallie Bernard und Kollegen mit der Überschrift: Autismus - Eine besondere Form der Quecksilbervergiftung (nachzulesen unter http://www.autism.com/ari/mercury.html). Mrs. Bernard geht dabei insbesondere darauf ein, dass die Störungen bzw. die Verhaltensmuster, welche wir beim Autismus kennen und beschrieben werden, sehr viele Ähnlichkeiten mit denen einer Quecksilbervergiftung aufweisen.

Quecksilber sei - so Mrs. Bernard - vor allem in Thimerosal enthalten, einem Stoff, welcher vielen Impfstoffen zugefügt wird, sodass Kinder vor allem in ihren ersten beiden Lebensjahren mit den Impfungen eine nicht unerhebliche Menge an Quecksilber erhalten, welche die (U.S.-) Sicherheitsrichtlinien übersteigt. Betrachtet man die medizinische Literatur als auch die Daten der U.S. Bundesregierung, so liegt der Verdacht nahe, dass viele Fälle von Autismus durch eine frühe Kontamination mit Thimerosal verursacht worden sind. In diesen Fällen liegt ein unerkanntes Syndrom vor, so Bernard, wobei genetische als auch nicht-genetische Faktoren dafür sorgen, dass sich die schädlichen Effekte von Thimerosal nur bei einigen Kindern auswirken.

Wie wir alle wissen, ist Autismus eine neurologische Entwicklungsstörung, die sich im Alter unter 3 Jahren entwickelt. Die Diagnose-Kriterien stellen ein Mangel im Sozialverhalten als auch der Kommunikation sowie sich wiederholende und stereotypische Verhaltensmuster fest. Weitere Charakterzüge des Autismus sind Störungen in der Bewegung und in der Wahrnehmung. Obwohl der Autismus relativ bald nach der Geburt auftritt, zeigen die meisten autistisch behinderten Kindern zunächst einige Monate lang, manchmal sogar ein Jahr oder noch länger eine normale Entwicklung, gefolgt von einem Verlust der erworbenen Fähigkeiten.

Dass Quecksilber für den menschlichen Organismus giftig wirkt, ist - so Mrs. Bernard - schon lange entdeckt worden. So liegen Daten und Erkenntnisse über Opfer von kontaminiertem Fisch (Japan) oder Korn (Irak, Guatemala, Russland) vor, aber auch von Gliedermassenschmerzen hervorgerufen durch Quecksilber in Zahnpasta wie auch anderen Beschwerden, die darauf zurück zu führen sind. Studien mit Tieren geben Einblick in den Mechanismus einer Quecksilber-Vergiftung. Erst kürzlich hat in den USA die Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde (FDA) und die Amerikanische Vereinigung der Kinderärzte (AAP) festgestellt, dass die typische Menge von Quecksilber, welches Kindern und vor allem jungen Kindern mit den Schutzimpfungen verabreicht wird, die von der Regierung aufgestellten Grenzwerte überschritten hat  Das Quecksilber in den Impfstoffen kommt von Thimerosal (TMS), einem Konservierungsmittel, welches 49,6 % Ethyl-Quecksilber (eHG) enthält.

Die Autorin führt dann weiter aus: In der Vergangenheit haben sich Fälle von Quecksilber-vergiftung sehr unterschiedlich dargestellt, je nach Dosis und Typ des Quecksilbers, der Methode der Anwendung, der Dauer der Behandlung als auch der individuellen Anfälligkeit des Betroffenen. Eine allgemeine Aussage ist deshalb sehr schwer zu treffen, weil es auf diese vielen individuellen Faktoren ankommt, in welchem Maße sich eine Vergiftung auswirkt.

Es ist hypothetisch zu sagen, dass sich Autismus als eine andere Form der Quecksilber-Vergiftung darstellt, nur weil es zwischen Autismus, Quecksilbervergiftung und körperlichen Abnormalitäten viele Zusammenhänge gibt, was auch für die Impfungen gilt. Dennoch gibt es starke Indizien, welche einen kausalen Zusammenhang zwischen Quecksilber und Autistischem Syndrom aufzeigen.

Dies sind

a.)

das zeitnahe Einsetzen der ersten Symptome des Autismus nach den Schutzimpfungen,

b.)

die Zunahme von Fällen von Autismus geht einher mit der Zunahme an Schutzimpfungen,

c.)

ähnliche Geschlechtsverhältnisse bei betroffenen Individuen (mehr Jungen als Mädchen sind davon betroffen)

d.)

eine hohe Erblichkeitsrate für Autismus parallel zu einer genetischen Prädisposition von einer Empfindlichkeit auf niedrige Dosierungen von Quecksilber und

e.)

Berichte von Eltern autistisch behinderter Kinder, dass bei ihren Kindern erhöhte Quecksilberwerte gefunden worden sind.


Die Autorin führt im weiteren Verlauf ihres Aufsatzes die

Vergleiche zwischen den Symptomen

wie folgt aus:

Autismus ist in erster Linie als eine psychische Störung begriffen worden und zwei von diesen drei Diagnose-Kriterien basieren auf den beobachtbaren Störungen, dass zum einen ein Verlust von Sozialverhalten, meist verbunden mit Rückzug oder Zurückhaltung, sowie zum anderen ein einfach strukturiertes oder stereo-typisches Verhalten vorhanden ist, verbunden mit dem Zwang auf Gleichmäßigkeit. Andere Diagnosen sind vielleicht die kindliche Schizophrenie, Depressionen, Zwangshandlungen, Ängste und andere Neurosen.

Vergleichbares Verhalten, welches man gewöhnlich bei Menschen mit Autistischem Syndrom findet, sind irrationale Ängste, schwacher oder fehlender Blickkontakt, aggressives Verhalten, Verwirrtheit und unerklärbare Stimmungswechsel. Wenn eine Quecksilbervergiftung nicht entdeckt wird, wird sie häufig zuerst als eine psychische Störung diagnostiziert. Gewöhnlich damit auftretende Symptome sind

a.)

eine extreme Scheuheit, Gleichgültigkeit gegenüber Anderen, bewusste Abwendung von anderen oder der Wunsch, allein zu sein,

b.)

Depressionen, Mangel an Interesse und mentale Verwirrung,

c.)

Verwirrtheit, Aggressionen und Koller bei Kindern und Erwachsenen,

d.)

Angst und Furcht sowie

e.)

emotionale Labilität.

In vielen Fällen von Quecksilbervergiftung wurden von Störungsbildern wie Neurosen, zwanghaftes Haftenbleiben an gleichartigen Handlungen und stereotypisches Verhalten berichtet und bei einem 12 Jahre alten Mädchen wurde der Verlust des Blickkontakts beobachtet.

Das dritte Diagnose-Kriterium beim Autistischen Syndrom ist der Verlust an Kommunikation. Etwa die Hälfte der Betroffenen mit klassischem Autismus sind nicht in der Lage, eine verständliche Sprache zu entwickeln und Schwierigkeiten bei der Artikulation sind üblich. Die sogenannten High-Functioning-Autisten haben zwar Sprache entwickelt, welche jedoch noch immer Fehler oder Auffälligkeiten aufweist. In vielen Fällen beim Autistischen Syndrom ist der verbale IQ niedriger als der nicht-sprachliche.

Es fällt auf, dass Kinder als auch Erwachsene, die Quecksilber ausgesetzt waren, markante Schwierigkeiten bei der Sprache aufzeigen. Irakische Kinder, die nach der Geburt vergiftet wurde, entwickelten Probleme bei der Artikulation, wobei das Spektrum von einer langsamen oder unverständlichen Sprache bis in zur Unfähigkeit, eine verständliche Sprache zu entwickeln, reichte. Irakische Kleinkinder, welche nach der Geburt mit Quecksilber vergiftet wurden, konnten gar keine Sprache entwickeln oder hatten während der gesamten Kindheit schwere Sprachstörungen.

Soweit einige Auszüge aus dem Aufsatz von Sallie Bernard, welcher im InterNet (im englischen Original) nachgelesen werden kann.

Autismus als Folge einer Schwermetall-Vergiftung?

Weitere Fakten und Infos, zusammen getragen von der Redaktion WIR ELTERN.

Wir dürfen davon ausgehen, dass Sie den Beitrag über die Veröffentlichung von Sallie Bernard im Autism Research Review International (ARRI) gelesen haben.

Unsere Redaktion arbeitet und recherchiert seit dem Sommer an diesem Thema. Auf der Eppelheim-Fachtagung Ende September 2001 haben dann mehrere Referenten dieses Thema angesprochen, allen voran Lynn Hamilton und Dr. Shaw, was uns letztendlich im Entschluss bekräftigt hat, dieses Themas intensiv anzunehmen.

Wir wollen dabei die Frage, woher unsere Kinder Quecksilber bzw. andere giftige Schwermetalle haben könnten, nur am Rande behandeln. Frau Dr. med. Hildegard Schreiber, Ärztin für öffentliches Gesundheitswesen aus München führt in ihrem Aufsatz "Amalgam und die Folgen" aus:

"Folgt man den Empfehlungen der "ständigen Impfkommission" am Robert-Koch-Institut in Berlin (STIKO), so bekommt ein Säugling bis zum 15. Lebensmonat zwischen 37,2 µg und 173,6 µg Ethylquecksilber je nach Impfstoff. Bei den Impfstoffen ist von einer 100%igen Aufnahme des Quecksilbergiftes auszugehen, das insbesondere beim wachsenden Organismus verheerende Folgen haben kann im Vergleich zum Erwachsenen, vor allem dann, wenn ein Säugling durch Quecksilber vorgeschädigt ist.”

Eine zweite reichhaltige Quelle für Kinder sind nämlich Amalgam-Füllungen in den Zähnen. Zahnamalgam besteht zu 50% aus flüssigem Quecksilber. Frau Dr. Schreiber weiter:

"Mütter entgiften sich mit 60% ihrer Quecksilbermenge über die Placenta und während des Stillens an das erst geborene Kind. Auch wenn die Amalgamplomben entfernt sind, ist immer noch genügend Quecksilber in den Depots vorhanden, um eine Schädigung des Kindes zu bewirken. Besonders organische Quecksilberverbindungen (zum Beispiel beim Verzehr von Meeresfrüchten) werden leicht über die Plazenta und mit der Muttermilch auf das Kind übertragen.

Bei plötzlichem Kindstod fand man im Gehirn hohe Quecksilberkonzentrationen und im Kernspintomogramm Veränderungen durch Metalleinlagerungen. Bei anderen geschädigten Kindern fand man Veränderungen durch Quecksilber im Gehirn wieder, und zwar in höheren Konzentrationen als beim Erwachsenen mit 7-8 Amalgamplomben. Die Folgen: Lernstörungen, Autismus, Hyperaktivität, Neurodermitis, werden heute meist mit psychischen Ursachen in Verbindung gebracht, auch mit praenatal oder überhaupt gestörter Mutter-Kind-Beziehung. Was das Quecksilber betrifft, ist dies sicher korrekt."

Der Frage, inwieweit die Schutzimpfungen beim Auftreten des Autismus unserer Kinder eine maßgebliche Rolle gespielt haben, wollen wir hier nicht weiter nachgehen. Sollte sich dieser Verdacht weiter erhärten, so wäre dies im Hinblick auf zukünftige Generationen eine Aufgabe für Selbsthilfeorganisationen wie den Bundesverband und die Regionalverbände HILFE FÜR DAS AUTISTISCHE KIND, diesbezüglich zu intervenieren.

Auch sollten sich Mütter, die bereits bei der Geburt ihres Kindes Trägerinnen von Zahnamalgam waren, keine Vorwürfe machen, sondern die Zeilen eher zum Anlass nehmen, gründlich zu überlegen, ob vielleicht die eine oder andere Beschwerde darauf zurück zu führen wäre. Gerade weil bekanntermaßen der tagtägliche Umgang mit einem autistisch behinderten Kind sehr anstrengend sein kann, schieben wir manche eigene körperliche Beschwerden auf diesen Umstand und übersehen dabei, dass vielleicht ganz andere Gründe dahinter stecken.

Schließlich sei hier auch erwähnt, dass es viele weitere Quellen geben kann, wo Schwermetalle aber auch andere giftige Stoffe in den Körper gelangen können. Lynn Hamilton sagte auf der Eppelheim-Tagung: "Wir vermeiden es seither, Meeresfrüchte zu essen, weil inzwischen bekannt ist, dass diese schwermetallbelastet sind!"

Für das Wohlergeben unseres Kindes spielt das WOHER keine Rolle mehr, es sei denn, es gibt noch vorhandene Quellen, wo sich unser Kind neu vergiften könnte (Holzschutzmittel zum Beispiel). Für die Entgiftung werden wir unseren Kinderarzt als Partner brauchen, denn ohne ihn wird es sehr sehr schwer, die richtigen Maßnahmen zu treffen. Machen wir ihn also nicht zu unserem Feind, wenn er es war, der unser Kind einmal geimpft hat. Schließlich hatte er nur beste Absichten.

Nun leben Familien mit autistisch behinderten Kinder nicht in einem einzigen Dorf, sondern auf den ganzen Welt, mit unserem Kind wurden eine Reihe von anderen Kindern geimpft und nicht nur Mütter von autistisch behinderten Kindern haben Zahnamalgam (bzw. manche Mütter haben überhaupt keines), weshalb sich die Frage stellt:

"Wenn diese schlimmen Zusammenhänge zutreffen, warum ist nur unser Kind autistisch geworden, während viele andere gleichzeitig geimpfte Kinder gesund geblieben ist?"

Diese Frage ist am besten so zu beantworten, indem man sich ein Haus vorstellt, wo im Dach einige Ziegel fehlen und etliche Fensterscheiben zu Bruch gegangen sind. Während andere Häuser durch Umwelteinflüsse wie Schnee, Hagel, Regen, Wind als auch Sonnenschein keinen oder keinen nennenswerten Schaden davon tragen, so wird unser lückenhaftes Haus mit der Zeit erheblichen Zerfall aufweisen. Übertragen auf unsere Kinder soll das bedeuten, dass diese vermutlich schon beim ersten Kontakt ein Immunsystem hatten, das bei Weitem nicht so gut wie bei anderen Kindern funktionierte, weshalb es zu den Schäden gekommen ist, während andere gesund geblieben sind. Warum die körpereigene Polizei, also das Immunsystem, bei unseren Kindern schon bei oder gleich nach der Geburt nicht richtig funktionierte, darüber kann man bis dato nur spekulieren.

Aber es ist noch ein zweiter Aspekt sehr beachtlich: Wenn man das Bild vom zerfallenen Haus nochmals als Vergleich heran zieht, so macht es einen großer Unterschied, wie gut das Dach noch funktioniert. Betrachtet man nämlich Ausführungen über Schädigungen mit Zahnamalgam, so fällt auf, dass sich das giftige Quecksilber nicht bei jedem Menschen nach dem gleichen Schema im Körper verteilt. In vielen Fällen werden (nur) Muskeln und Bindegewebe in Mitleidenschaft gezogen. Dass dies sehr unangenehm und mit ständigen Gliederschmerzen verbunden sein kann, wird für die Betroffenen Tag für Tag schmerzhaft klar. Trotzdem gibt es Menschen, wo das Quecksilber auch in das Gehirn gelangt ist und dann ein ganz anderes Störungsbild verursacht hat. Also kommt es maßgeblich auf die individuelle Konstitution an.

Wirkungen auf den Organismus:

Selbsthilfegruppen und Selbsthilfeorganisationen von Amalgam-Geschädigten weisen darauf hin, dass das Schwierige bei Vergiftungen sei, dass es nicht ein typisches Symptom gibt, sondern eine Kombination von Symptomen, welche kennzeichnend sei von Lichtscheuheit, anhaltendem Erschöpfungszustand, Chronischem Durchfall, Blasenproblemen, Übelkeit und Appetitstörungen, Konzentrationsproblemen, schlechtem Erinnerungsvermögen, extremer Unruhe mit Angstzuständen, Depressionen, Rheumatischen Beschwerden, insbesondere Schmerzen im Bewegungsapparat, Hautproblemen (Jucken, Ausschläge, Haarausfall), Infektanfälligkeit sowie in schweren Fällen außerdem Sehstörungen (unklares Sehen, Doppelbilder), Lähmungserscheinungen, Verminderung der T-Lymphozyten, Schlafstörungen und Psychischen Veränderungen. Dabei kommt es - ähnlich wie beim Autismus - in den seltensten Fällen vor, dass alle diese Symptome bei einem einzigen Patienten als Vollbild der Störung auftreten, sondern die Störungen variieren von Patient zu Patient.

Wenn Sie über dieses Problem mit 10 verschiedenen Zahnärzten sprechen, dann werden Sie vermutlich 10 verschiedene Einschätzungen des Problems haben. Sie werden auf Zahnärzte treffen, die Ihr Anliegen mitleidig belächeln werden und Ihnen zu erklären ver-suchen, dass dies alles nur Panikmache bestimmter Kreise sei. Sie werden aber auch auf andere Zahnärzte treffen, die erklären, dass eine Amalgambelastung eine ernste Sache sei, die dringend behandelt werden sollte. Warum sich die Fachwelt so uneinig ist, liegt wahrscheinlich daran, dass eben nicht jeder Mensch, der Amalgamfüllungen trägt, die gleichen Störungsbilder entwickelt. Vermutlich ist auch hier entscheidend, wie stark oder schwach das Immunsystem (noch) funktioniert bzw. welche anderen (Umwelt-)Einflüsse additiv mitwirken.

Dass sich Quecksilber im ganzen Organismus verteilen und dort empfindlichen Störungen hervor rufen kann, zeigen Tierversuche. Hierzu nochmals Frau Dr. Schreiber:

"Um Beweise für die Quecksilberablagerungen anzutreten, wurden Tierversuche durchgeführt. Nach einer gewissen Zeit ist das Quecksilber in allen Geweben gleichmäßig verteilt. Bei Ziegen, Schafen und Menschenaffen hat man radioaktives Amalgam in die Zähne eingebaut, um endlich beweisen zu können, dass Quecksilber nicht abgebaut wird. In diesen Tierversuchen wurde nachgewiesen, dass innerhalb von 24 Std. das Quecksilber aus den Füllungen im Rückenmark, Hirn, Nebennieren und Hormondrüsen nachweisbar war und dies noch nach 6 Monaten und länger. Nach 6 Wochen war das Quecksilber aus dem Blut verschwunden und in die Depots und das Nervengewebe abgewandert. Nach einem Jahr war hier das Amalgam vermehrt angereichert. Nach Ausbau der Plomben sank der Quecksilber-Spiegel nicht! Radioaktives Thallium zerfällt in Quecksilber und kann mit dem PET Scan (Positronen Emissions Scan) nachgewiesen werden."

Es dürfte bei unseren Lesern hinreichend bekannt sein, dass autistisch behinderte Menschen vor allem unter zentralen Wahrnehmungsstörungen leiden. Obwohl ihre Sinnesorgane in der Regel nicht geschädigt sind, können die Wahrnehmungen nicht adäquat verarbeitet werden.

In unserer 7. Ausgabe haben wir ausführlich darüber berichtet, wie Betroffene ihre Wahrnehmungen erleben. Sie hören zu gut, sie können Nebengeräusche nicht ausblenden, sie werden fast verrückt, wenn sie ein neues Kleidungsstück tragen müssen, sie spüren andererseits ihre Gliedmaßen kaum und sie haben visuelle Störungen, die für uns Gesunde kaum vorstellbar sind. Wenn wir uns dessen vergegenwärtigen, dann horchen wir auf, wenn wir den Ausführungen der Frau Dr. Schreiber weiter folgen, wo sich Quecksilber im Organismus ablagern kann:

"Im Nervengewebe bindet sich Quecksilber (chem. Kurzbezeichnung = Hg, die Red.) insbesondere in der Form des hochtoxischen Methyl-Hg sehr stark an Strukturen, die Sulfhydrylgruppen enthalten. Studien zeigten, dass Quecksilber über alle Nervenenden der Peripherie, auch sensorische sowie Vagus und Sympathicus aufgenommen wird, auch von den Ganglien (Tinnitus), (z.B. vom Nervus hypoglossus der Zunge). Es wird dann rasch über das Innere des Nervenaxons (sog.axonaler Transport) ins Rückenmark und dem Hirnstamm transportiert. Auf seinem Weg von der Peripherie zum Gehirn blockiert Quecksilber Enzyme, die für den Aufbau von Tubulin-Molekülen essentiell sind.

Tubulin bildet tubuläre Strukturen innerhalb jeden Nervs. An ihnen entlang findet der Austausch von Stoffwechselendprodukten aus der Nervenzelle in die Peripherie und die Aufnahme von Nährstoffen, die die Nervenzelle benötigt, aus der Peripherie in die Nervenzelle statt. Sobald das Quecksilber das Axon hinaufgewandert ist, werden die Nervenschläuche verstopft, die Zelle kann sich nicht mehr entgiften, sie wird toxisch, stirbt ab oder lebt in chronischer Fehlversorgung.

Gefühlsstoffe, Neuropeptide etc. können nicht mehr transportiert werden. In der Nervenzelle kommt es zu fibrillären Veränderungen, zu Amyloidplaques und zu zerstörtem Tubulin. Auch andere Gifte wie z.B. Dioxin, Formaldehyd, Holzschutz- oder Pflanzenschutzmittel, auch Pestizide und Insektizide können durch die Quecksilberblockade nicht mehr aus den Zellen ausgeleitet werden.

Das Quecksilber selbst kann aus den Zellen, auf dem Weg, auf dem es in die Nervenzellen gelangt ist, nicht mehr ausgeschieden werden. Es beginnt seine schädliche Giftwirkung auf die Mitochondrien, den Zellkern und andere Zellorgane auszuüben.“

Doch auch andere Schwermetalle können verheerende Wirkungen haben. Frau Dr. Schreiber weiter:

"Cadmium, Blei und Quecksilber bilden mit den Sulfhydrilgruppen von Enzymen unlösliche Verbindungen. d.h. sie verdrängen die metallischen Bestandteile von Enzymen, wie z.B. Zink, Kupfer, Eisen, Mangan aus ihren Bindungen und diese so veränderten Enzyme können ihren Aufgaben nicht mehr nachkommen. Es häufen sich schädliche Stoffwechselprodukte, wie z.B. freie Radikale an, da die entsprechenden Enzyme zum Abbau blockiert sind. Es kommt zu Zellschäden - bei oxidativem Stress durch Schwermetalle.

Die Schädigung des Organismus durch Oxidation wird in dem Begriff "Oxidativer Stress" zusammengefasst. Nickel, Blei, Cadmium, Chrom, vor allem Quecksilber wirken in den Zellen als Enzymgifte, Es bleiben vermehrt Stoffwechselprodukte, wie freie Radikale im Übermaß liegen und diese führen zum oxidativen Stress und zur Immunabwehrschwäche. Die chronische Bleivergiftung kann Störungen der Blutbildung oder Nervenerkrankungen bewirken. Besonders durch Cadmium wird durch Austausch des Kalziums und dessen Ausscheidung Osteoporose verursacht. Die oxidative Schädigung von Proteinen führt zur Funktionseinbusse von Zellen und Organen.

Die Anlagerung von Schwermetallen an Eiweiße führt dazu, dass letztere Strukturveränderungen stattfinden, weshalb die veränderten Eiweiße von den T-Lymphozyten als Fremdkörper angesehen werden und von ihnen bekämpft werden. Dies ist der Vorgang der Autoimmunaggression in Form von Entzündungsreaktionen. Solche Entzündungsreaktionen können ein Leben lang bestehen bleiben.

Quecksilber hat keine Halbwertszeit im Körper. Die Giftwirkung beruht auf der Bindung an SH-(Sulfhdrylgruppen), OH- (Hydroxyl-), H2-, und Cl-Gruppen. Kommen Quecksilberionen oder -Dampf mit der Zellmembran in Berührung, so finden chem. Reaktionen mit den Lipiden statt, und die Zellen erfahren einen Funktionsverlust. Dabei kommt es im Zellinneren zu einer Hemmung der Eiweißbildung und zu einer Erniedrigung der Aktivität von antioxidativen Schutz-Enzymen durch Verbrauch.

Anorganisches Quecksilber (Hg2+) bewirkt einen Abfall von reduziertem Glutathion (GSH) in Leber und Niere und anderen Organen, da sich das Quecksilber an die in ihr enthaltenen Sulfhydrylgruppen bindet; ebenso einen Abfall der selenhaltigen Superoxiddismutase (SOD) und der Catalase (CAT), der Glutathionreduktase (GR) oder Glutathionperoxidase (reduziert das im Stoffwechsel der Zelle anfallende H2O2 (GPX) in der Niere).

Es kommt nach Aufnahme von Hg zu einem Anstieg von stabilen Lipidperoxidationsprodukten der LDL-Partikel oder auch des Malondialdehyds (MDA) in der Leber und Niere sowie zu einem verringerten Spiegel von Vitamin E und C in der Folge.

So sind z.B. die toxischen Wirkungen des Quecksilbers stark mit einem Abfall an Glutathion verbunden, daher wirkt die Auffüllung der Depots mit N-Acetyl-Cystein, reduziertem Glutathion, Glutathionglykosiden der Giftwirkung von MeHg entgegen.

Auch die Enzyme SOD (Superoxiddismutase), Cat (Catalase), GSH (Glutathion), GST (Glutathion-S-Transferase), GPX, auch Metallothionein sind Schutzfaktoren, also Proteine die eine starke Metallbindungskapazität aufweisen, auch für reaktive Sauerstoffverbindungen (freie Radikale) und sind eng verknüpft in ihrer Wirkung mit dem Glutathionsystem.

GSH. Glutathion baut in der Zelle das Hydrogenperoxid ab (H2O2). und stabilisiert Sulfhydrylgruppen in reduziertem Zustand. Das Hydrogenperoxid wird zu Wasser und Sauerstoff abgebaut durch GPX (Glutathionperoxidase).”

Sind die Gehirnzellen z.B. des limbischen Systems oder des Kleinhirns befallen, so treten Depressionen, Schwindel, Schlaflosigkeit sowie soziale Verhaltensstörungen. Man kann viele oder vielleicht sogar die meisten psychischen Erkrankungen hier einordnen.

Fazit: Eine allgemeine Aussage, dass alle autistisch behinderten Menschen ihre Störungen aufgrund einer massiven Belastung mit Schwermetallen haben, kann genauso wenig getroffen werden wie eine Behauptung, dass alle Träger von Zahnamalgam diese Störungen entwickeln müssen. 

Gewissheit, ob und in welchem Maße unser Kind schwermetallbelastet ist, erfahren wir nur, wenn wir entsprechende Untersuchungen durchführen lassen. Dabei sollte man sorgfältig auswählen, wem man mit diesen Untersuchungen beauftragt. Wer ganz sicher gehen will, dem empfehlen wir, damit das Labor von Dr. Shaw zu beauftragen (siehe gesonderten Beitrag in dieser Ausgabe).

Seither sind einige uns bekannte Kinder mit Autismus diesbezüglich getestet worden und bei jedem ergab sich eine massive Schwermetall-Belastung, wobei auch andere giftige Stoffe wie Aluminium, Blei, Merkur u.a. sehr stark vertreten waren.

Was tun, wenn mein Kind schwermetall-belastet ist?

Wie kann eine Entgiftungs-Therapie aussehen?

WIR ELTERN stellt Ihnen in diesem Beitrag einige Möglichkeiten vor, wie die Therapie zur Entgiftung des Körper aussehen kann. Diese Aufzählungen sind nicht abschließend und sie sind auch grundsätzlich nicht als Anleitung zur Selbsthilfe gedacht. Bis auf wenige Ausnahmen raten wir allen Eltern dringend, zwecks Durchführung der Therapie einen Arzt oder Heilpraktiker aufzusuchen, der auf diesem Gebiet Erfahrung gesammelt hat.

Das Grundprinzip einer Schwermetall-Entgiftungs-Therapie ist noch relativ einfach: Dem Körper müssen Stoffe zugefügt werden, die die Schwermetalle aufspüren, umschließen und schließlich aus dem Körper ausleiten. Man nennt diese Stoffe Chelatbildner oder Chelatoren. Diese sind Moleküle, bei denen aktive Gruppen Zangen oder Hohlräume bilden, in die andere Atome (z.B. Metalle) genau hineinpassen. So wirken sie wie ein Magnet: Haben sie erst einmal so ein Fremd-Atom gefasst, lassen sie es kaum mehr los. Seit 1950 werden Chelatoren bei Metallvergiftungen eingesetzt.

Doch was am Anfang so einfach klingt, kann ganz gefährliche Tücken entwickeln. Wenn Sie Autofahrer sind, dann haben sie das schon vielfach erlebt: Die Windschutzscheibe ist nicht mehr sauber und es beginnt leicht zu regnen oder das vorausfahrende Fahrzeug wirbelt die Feuchtigkeit von der Straße auf unsere Windschutzscheibe. Wir betätigen den Scheibenwischer, doch statt klarer Sicht verschmiert sich unsere Scheibe nur noch mehr, sodass es besser gewesen wäre, den Scheibenwischer nicht zu betätigen. Und wenn unsere Scheibenwischanlage kein Spritzwasser mehr hat, dann haben wir ein gewaltiges Problem. Trotzdem müssen wir Abhilfe schaffen, egal wie.

Im Prinzip die gleichen Probleme können bei einer Entgiftungstherapie auftreten. Der Einsatz von Chelatoren oder anderen Mitteln kann Schwermetalle mobilisieren, die der Körper in Depots gelagert hat und die im Moment gar keine nennenswerten Probleme bereitet haben.

Es ist gar keine Frage, dass auch diese entfernt werden müssen, aber es kann sein, dass sie zuerst mehr Schaden als Nutzen anrichten können, wenn man falsch an die Sache heran geht. Deshalb die Bitte: Konsultieren Sie dazu einen Fachmann.

Der erfahrene Therapeut wird versuchen, die Entgiftung so gut als möglich zu steuern. Sind Nieren und Leber nicht sauber, so ist es ganz wichtig, dass sich die therapeutischen Bemühungen zuerst darauf richten, bevor die Entgiftung des Gehirns angegangen werden kann. Die Reihenfolge ist also ganz entscheidend.

Weiterhin wird der Therapeut eine Prioritätenliste aufstellen, welche Stoffe zuerst entfernt werden sollten. Zu dieser Gruppe von Schwermetallen gehören z.B.: Quecksilber, Blei, Cadmium, Nickel, Zink, Kupfer. Aluminium oder Titan gehören eigentlich zu der Gruppe der Leichtmetalle und so ist es eigentlich sprachlich falsch, diese als Schwermetalle zu bezeichnen.

Für unsere Gesundheit und damit für die Frage, ob das Metall ausgeleitet werden soll oder nicht, ist es aber entscheidend, ob die Metalle natürlich in uns vorkommen wie z.B. Kupfer, welches in großen Mengen in unseren roten Blutkörperchen und in vielen Enzymen vorhanden ist oder Selen, das z.B. in der Schilddrüse gebraucht wird. Zink wird im Immunsystem gebraucht und Magnesium ist in weißen Blutkörperchen und in vielen Enzymen zu finden.

Alle Metalle, die natürlich in uns vorkommen, werden normalerweise als Spurenelemente bezeichnet. Doch alle Metalle, die nicht in uns sein sollten, aber in uns sind, werden oft der Einfachheit halber zusammengefasst unter dem Wort Schwermetalle. Obwohl Aluminium ein Leichtmetall ist, wird es aus sprachlichen Gründen oft eingereiht unter den Schwermetallen, weil es ähnlich giftige Funktionen hat.

Während die Giftigkeit von Quecksilber oder Blei unumstritten ist und solche Stoffe in unserem Körper nichts verloren haben, gibt es aber auch Grenzfälle, die im Einzelfall entschieden werden müssen. Aluminium ist so ein Grenzfall, weil dieses Metall auch als Spurenelement dem Körper nützlich sein kann. Zuviel Aluminium kann jedoch ein Zeichen einer Vergiftung sein. So vertreten einige Fachleute zum Beispiel die Ansicht, dass ein Zuviel an Aluminium kausal auf die Entstehung der Alzheimerschen Krankheit wirken könnte.

Ein ähnliches Metall ist Zinn, welches in verschiedenen Enzymen wahrscheinlich gebraucht wird und damit natürlich in uns vorhanden sein sollte. Zinn ist aber, wenn eine bestimmte Dosis davon überschritten wird, hundertmal so giftig wie Quecksilber.

Es ist also unmöglich, eine allgemein gültige Anleitung zu erstellen, weil es immer auf den Einzelfall ankommt. Nur im Einzelfall kann entschieden werden, welche Chelatoren wann zum Einsatz kommen und welche Risiken damit in Kauf genommen werden. Die bekanntesten Chelatoren sind:

DMPS und DMSA

welche speziell für autistisch behinderte Kinder auch von der uns bereits bekannten Fa. Kirkman Labs angeboten werden, allerdings im Gegensatz zu den anderen Produkten der Firma nur mit einer ärztlichen Verordnung (gilt auch für US-Bürger). Dies liegt daran, dass wie bereits erwähnt Chelatoren bei unsachgemäßer Anwendung sehr gefährlich sein können.

Es ist nämlich nicht so, dass der Chelator das gewünschte Schwermetall aufspürt und auf direktem Wege aus dem Körper befördert, denn die heute auf dem Markt befindlichen Chelatoren leiten - soweit wir dies richtig ermittelt haben - nicht nur die schädlichen Schwermetalle, sondern generell metallische Verbindungen aus. Metalle wie Zink oder Eisen, die als Spurenelemente vorkommend dem Körper viele nützliche Dienste erweisen, können leider auch vom Chelator erfasst werden. Deshalb ist es notwendig, während solch einer Therapie den Nährstoffhaushalt regelmäßig zu kontrollieren und Verluste ggf. recht-zeitig auszugleichen, um Mangelzuständen vorzubeugen.

DMPS (wird gespritzt) und DMSA (wird oral eingenommen) schwemmen Metalle in folgender Reihenfolge aus: Zink, Zinn, Kupfer, Arsen, Quecksilber, Blei, Eisen, Cadmium, Nickel, Chrom. Wie man aus dieser Reihenfolge unschwer entnehmen kann, so steht an erster Stelle ein sehr nützliches Metall und Quecksilber steht erst an fünfter Stelle.

Doch es können noch ganz andere Schwierigkeiten auftreten. Wenn bestimmte Bedingungen nicht eingehalten werden, dann kann es sein, dass die giftigen Stoffe nicht aus dem Körper entfernt, sondern an einer anderen Stelle wieder abgelagert werden. Möglicherweise richten sie dann noch viel größeren Schaden an, weil der Körper das Schwermetall vorher einigermaßen unschädlich deponiert hatte und nun nach Verschiebung im Körper viel schlimmere Symptome auftreten können. Auch dies könnte ein Grund sein, warum viele Zahnärzte nicht generell zu einer Zahnsanierung mit anschließender Entgiftung raten, weil vielleicht der Patient bisher mit den Stoffen recht gut zurecht gekommen ist und vielleicht erst bei der Entgiftung schlimme Symptome auftreten.

Dies soll jedoch jetzt nicht Sie als Eltern entmutigen, mit ihrem autistisch behinderten Kind eine entsprechende Entgiftungstherapie anzugehen. Zum einen sind die Symptome bei unseren Kindern bereits so schlimm, dass ein kalkuliertes Risiko in Kauf genommen werden kann. Kalkulierbar ist das Risiko dann, wenn ein erfahrener Therapeut die Therapie durchführt. Zum anderen berichten Betroffene nach Abschluss der Therapie, die jedoch Jahre dauern kann, von einem ungeheuer großen, wiedergewonnenem Lebensgefühl und Vitalität, dass NICHTS-TUN die schlechtere Alternative wäre.

Korianderkraut:

Für uns Eltern steht sicherlich im Vordergrund, dass das Gehirn unserer Kinder von schädlichen Schwermetallen befreit wird. Es gibt einige Stimmen, welche behaupten, das die Chelatoren DMPS und DMSA die Blut-Hirn-Schranke nicht durchqueren und damit keine Ausleitung vom Gehirn statt finden kann. Der auf dem Gebiet Ausleitung sehr bekannte Arzt Dr. med. Dietrich Klinghardt empfiehlt die Verwendung von Korianderkraut.

Extrakte des Koranderkrauts zeichnen sich durch eine einzigartige Ausschwemmungspotenz auf intrazellulär gebundene Schwermetalle aus. Seine aromatischen Inhaltsstoffe öffnen die Membrankanäle und entfernen vor allem Quecksilber, Blei, Aluminium und Thallium aus intrazellulären Depots, aus Mitochondrien, aus Zellkernen und von Membranen. Es entfaltet zudem eine besondere Wirkung im für andere Stoffe schwer zugänglichen Zentralnervensystem. Korianderkraut mobilisiert außerdem auch Dioxin, Formaldehyd und Holzschutzmittel.

Korianderkraut-Extrakt sind in der Apotheke frei erhältlich, aber wir raten dringend davon ab, jetzt gleich zum Apotheker zu laufen.

Enorm wichtig ist beim Einsatz von Korianderkraut nämlich, dass Nieren und Leber arbeiten und entgiften. Falls die Entgiftung nicht richtig funktioniert, könnte das Quecksilber (wieder) ins Gehirn gelangen! Koriander bindet nämlich Quecksilber nicht, sondern mobilisiert es nur!

Deshalb sollte Korianderkraut nach Empfehlung vieler Experten erst dann zum Einsatz kommen, wenn Nieren und Leber entgiftet sind bzw. eine Entgiftungstherapie bereits eine gewisse Zeit durchgeführt wurde. Bei ehemaligen Trägern von Zahnamalgam empfiehlt Dr. Klinghardt den Einsatz erst nach 3 Monaten.

Ob dieser Zeitraum auch auf unsere Kinder übertragbar ist, wissen wir nicht. Es wird vermutlich wie immer auf den Einzelfall ankommen.

Weiterhin wird dringend empfohlen, zusätzlich zum Korianderkraut weitere Chelatoren in ausreichender Zahl zu verwenden, damit die gelösten Stoffe auch gebunden werden.

Bärlauch

Bärlauch findet man in unseren heimischen Wäldern, nämlich dort, wo es stark nach Knoblauch riecht. Als Extrakt ist es jedoch frei in den Apotheken erhältlich und gilt nach deutschem Recht als Nahrungsergänzungsmittel.

Bärlauch hat ebenfalls einen wichtigen Ausleitungseffekt bei Schwermetallen. Zusätzlich wirkt Bärlauch positiv auf die Darmflora ein, da sich gerade auf der Darmschleimhaut die Schwermetalle, speziell Quecksilber, ablagern.

Die Inhaltsstoffe von Bärlauch binden mit ihren Schwefelgruppen die mobilisierten Schwermetalle. Es entstehen stabile Komplexe, wodurch eine Wiederaufnahme der Schwermetalle in andere Körpergewebe verhindert wird. Damit wird einer bloßen Umverteilung im Körper vorgebeugt. Da die Schwermetalle aufgrund der Stabilität der Komplexe nicht mehr dem enterohepatischen Kreislauf unterliegen, wird die gesamte  gebundene Menge ausgeschieden.

Für Eltern, die keinen Fachmann kennen oder keinen Fachmann konsultieren möchten, wäre der Einsatz von Bärlauch eine Alternative, weil es als sicheres Mittel gilt (bindet die Schwermetalle stabil und verhindert somit eine Umverteilung im Körper). Der Nachteil ist jedoch der, dass diesen Stoffen eine geringere Kompetenz zugesprochen wird und eine Entgiftungstherapie viel länger dauert als mit chemischen Chelatbildern. Dies gilt auch für

Algen

Zum Thema "Algen" müssen wir folgende Vorbemerkung machen: Über die Wirksamkeit von Algen gibt es sehr kontroverse Meinungen. In sehr vielen Veröffentlichungen zum Thema Schwermetall-Entgiftung werden Algen als sehr kompetente und dazu ungefährliche Chelatbildner gelobt, obwohl wissenschaftliche Studien nur vereinzelt vorliegen. Andere hingegen halten den Einsatz von Algen als Scharlatanerei und Geldmacherei, wobei auf der Homepage AUTISMUS-ONLINE ein Chat-Teilnehmer sogar soweit ging, Algen als Produkte von "Scientology" zu bezeichnen.

Ob dies zutreffend ist, wissen wir natürlich nicht. Allerdings haben wir in der Vergangenheit schon öfters bemerkt, dass wenn eine Therapie oder ein Produkt sehr effektiv war, dass wir dann irgendwann einen Warnhinweis auf "Scientology" erhielten. Da im Gegensatz zu vielen anderen Stoffen der deutsche Staat bei der Einfuhr von Algen absolut keine Beschränkungen erlassen hat und diese nach deutschem Recht als Nahrungsmittel gelten, da andererseits die Nachrichtendienste in Deutschland "Scientolicy" sehr genau beobachten, halten wir solche warnenden Hinweise als wenig seriös. Trotzdem geben wir diesen Hinweis an dieser Stelle weiter, um unserer Informationspflicht zu genügen.

Bei den Algenarten unterscheiden wir zwischen zwei Algenarten:

1.) Blaugrüne Algen.

Dazu gehört die Blaualge, die natürlich geerntete AFA-Klamath Alge aus dem oberen Klamath See in Oregon und die gezüchtete Spirulina Alge.

2.) Grünalgen.

Dazu gehört vor allem die Chlorella Alge.

Einige Algenarten nehmen bis zu 30% ihres Trockengewichtes an Schwermetallen auf. Es ist zwischenzeitlich bekannt, dass Algen die größte Wirkung auf Quecksilber haben. Wissenschaftliche Untersuchungen werden schon seit den 70er Jahren durchgeführt und man hat erkannt, dass Algen, egal um welche Sorte es sich handelt, sehr gute Entgifter sind.

US-WIssenschaftler haben in den blaugrünen Algen Proteinfragmente nachgewiesen, die toxische Metallatome auch chemisch binden können. Cadmium, einmal an die Alge gebunden, wird nicht wieder an den Körper abgegeben. Die Cadmiumausscheidung erhöhte sich nach 12 Tagen unter Algeneinnahme um das Dreifache. Dies ist besonders interessant, da Cadmium mit chemischen Chelatbildnern kaum aus dem Körper zu entfernen ist, weil Cadmium die Nieren blockiert und damit deren Entgiftungsfunktion stört.

Bei Chlorella-Algen wurden Stoffe nachgewiesen, die in der Lage sind, das Quecksilber aus dem Bindegewebe über die Blugefäße in den Darm zu leiten, wo es  dann wieder ausgeschieden wird.

Die blaugrüne Klamath Alge ist nicht nur ein guter Entgifter, sondern auch Träger von vielen wichtigen Nährstoffen wie Aminosäuren, Fettsäuren als auch Enzymen. Sie gilt als die mineralstoffreichste Pflanze der Erde.

Algen binden (chelatieren) - wie bereits erwähnt - Schwermetalle (Arsen, Blei, Cadmium, Kupfer, Quecksilber, Uran). Daneben binden Algen radioaktive Substanzen und scheiden diese effektiv aus dem Körper aus. Die Bindung erfolgt durch die Alginsäure. Organische Gifte wie PCB, -Aromate oder Insektizide (Chlordecon) werden ebenfalls gebunden und ausgeschieden, auch Formaldehyd. Was vielleicht für unsere Kinder nicht gerade bedeutend ist, ist eine weiterer positiver Aspekt von Algen, nämlich dass die Entgiftungsfähigkeit der Leber für Alkohol signifikant erhöht wird. Schließlich stellen Algen dem Körper Antioxidanzien und Enzyme zur Verfügung, die er zum Entgiften benötigt.

Es gibt auf dem Markt verschiedene Produkte von unterschiedlicher Güte, was besonders den Reinheitsgrad betrifft. Vor allem in gezüchteten Algen können selbst Quecksilber oder andere Umweltgifte enthalten sein, wenn diese nicht ganz rein sind. Vermutlich die sauberste Alge dürfte deshalb die natürlich gewachsene Klamath Alge sein, die in einem landschaftlich geschützten Biotop in Oregon wächst.

Wir zitieren nochmals Frau Dr. Schreiber:

"Viele Eltern von Kinder mit Lese-Rechtschreibschwäche, Hyperaktivität oder Konzentrationsstörungen berichten von überraschenden Erfolgen bei ihren Kindern. Die Störungen ändern sich in beachtlichem Maße in einem Zeitraum von 2-4 Monaten.

In amerikanischen Untersuchungen wurde festgestellt, dass bei solchen "lerngestörten" Kindern die Botenstoffe (Neurotransmitter) Dopamin, Serotonin und Norepinephrin im Gehirn vermindert sind. Diese Botenstoffe haben die Aufgabe, Signale zwischen den einzelnen Nervenzellen an den Synapsen zu übermitteln. Dies geschieht auch an den Stellen, wo die Kontrolle über das Verhalten, die Konzentration und die Auffassungsgabe durchgeführt wird.

Bei einer zu niedrigen Konzentration fällt dieser Funktionsmechanismus aus. Die Klamath Algen ermöglichen Proteine der Nahrung zu kurzkettigen Aminosäuren abzubauen, den Neuropeptiden, die rasch ins Gehirn diffundieren und dort ihre Aufgabe als Triggersubstanz für Neurotransmitter wahrnehmen."

Dass dieses Prinzip - mit gewissen Einschränkungen - auch auf autistisch behinderte Kinder übertragbar ist, darf in den meisten Fällen davon ausgegangen werden.

Wir betonen nochmals, dass diese Aufzählung von Stoffen, die entgiften nicht abschließend ist. So hat zum Beispiel Dr. Shaw erwähnt, dass er bei der Ausleitung von Aluminium bevorzugt Apfelsäure verwendet. Diese ist neben anderen Stoffen, denen eine entgiftende Wirkung zugeschrieben wird, enthalten in

Kombucha

Dabei handelt es sich um ein Gärgetränk, welches sehr gute Eigenschaften haben soll wie zum Beispiel die Darmflora zu regenerieren, das Immunsystem zu stabilisieren, Stoffwechsel und Ausscheidung zu fördern, den Säure-Basen-Haushalt zu regulieren und den Zellstoffwechsel positiv zu beeinflussen. Die Wissenschaft hat diese Eigenschaften nicht bestätigt, bescheinigt jedoch immerhin dem Getränk, dass es nicht gesundheitsschädlich sei.

Melatonin

regelt den Schlaf-Wach-Ryhtmus und hat als Präparat bereits vor Jahren Aufsehen erregt. Sogar die Zeitschrift autismus des Bundesverbandes HAK e.V. berichtete darüber. Wir wissen, dass es von vielen Eltern gerne eingesetzt wird, wenn ihr autistisch behindertes Kind zu wenig schläft. Mitunter können ja unsere Kinder mit drei bis vier Stunden Schlaf auskommen und sind daher die halbe Nacht aktiv.

Was an Melatonin noch nicht so bekannt war, ist die Tatsache, dass Melatonin auch sehr gut gegen Quecksilber schützt. Viele Ärzte benutzen deshalb Melatonin vor einer DMSA-Behandlung bzw. in den Tagen, wo Therapiepausen eingelegt werden.

Vitamine und Spurenelemente

Es gibt zahlreiche Vitamine und Spurenelemente, deren Gebrauch bei einer Schwermetallvergiftung angesagt wird. Hier einige Beispiele:

Die giftige Wirkung des Quecksilbers sowie die damit verbundenen Schädigungen können durch Selen verhindert werden. Zink verringert ebenfalls die Giftwirkung des Quecksilbers und erhöht wie Vitamin C dessen Ausscheidung. Vitamin E kann die giftige Wirkung von Quecksilber auf das Gehirn mildern. Diese Stoffe wirken jedoch nur unterstützend zum Einsatz von Chelatoren.

Soweit die nicht abschließende Aufzählung von Mitteln, die entgiften können. Dazu zählt übrigens auch MSM, über das wir in der 10. Ausg. berichteten.

Zum Abschluss der Thematik „Schwermetallvergiftung“:

Zusammenhänge zwischen Candida albicans und Schwermetallvergiftung?

Der Wolf im Schafspelz?

Ist Candida ein Chelatbildner der besonderen Art

Bei unseren Recherchen zum Thema Schwermetalle und Entgiftung stießen wir ein paar Mal auf eine Besonderheit, die jedoch zum Teil unterschiedlich bewertet wird. Ein Chelatbildner der besonderen Art ist, man möge es nicht glauben, ist der Candida albicans.

Es wird berichtet, dass Candida einerseits dann entsteht, wenn durch die durch Schwermetalle hervorgerufene Blockade der zellulären Atmungsvorgänge ein energiearmes Milieu entsteht, indem sich die Hefen gut vermehren können. Andererseits berichten zahl-reiche Autoren davon, dass Candida Schwermetalle binden und sie aus dem Körper ausleiten kann. Dabei gehen die Schwermetalle mit bestimmten Peptiden bzw. bestimmten Aminosäuren eine Chelatbindung ein. Die Autoren heben dabei Candida nicht in den Stand der edlen Helfer, sondern bringen eher zum Ausdruck, dass dieses Phänomen der Versuch des Körpers sein kann, sich für das kleinere von zwei Übeln zu entscheiden.

Wie ist solch eine Nachricht zu bewerten? Einige Autoren sehen im massiven Auftreten des Candida albicans ein typisches Schwermetallsyndrom. Sie sind der Ansicht, dass die Pilze sogar eine Schutzfunktion erfüllen, indem sie verhindern, dass die schädlichen Schwermetalle frei im Körper zirkulieren und sich woanders niederlassen, wo sie einen noch größeren Schaden verursachen können.

Dies soll jedoch nicht bedeuten, dass Candida nicht behandelt werden sollte. Candida kann unter Umständen den ganzen Körper befallen und entsprechenden Schaden anrichten. Ein Arzt berichtet sogar von Patienten, welchen massiven Candida-Befall auf den Lungen hatten. Vielmehr raten viele Fachleute zu einer ganzheitlichen Behandlung, die auch die Candida-Problematik verbessert. Hingegen wird gewarnt, dass eine antimykotisch-antibiotische Candida-Behandlung (zum Beispiel mit Nystatin) ohne die Behandlung von Schwermetallen unter Umständen zu einer fortgesetzten Verschlechterung des Darmmilieus führen könnte.

Allerdings gibt es auch gute Nachrichten: Die Peptide des Candida, an dem sich die Schwermetalle binden (Phytochelatine), kommen nicht nur in Candida, sondern auch in Algen, Flechten und vielen anderen Pflanzen vor, ohne dass diese Stoffe ähnlich schlimme Wirkungen wie Candida hätten.

Für unsere Redaktion hat sich natürlich auch die Frage gestellt, die sicherlich jetzt viele von unseren Lesern bewegt: "Wie sind diese Zusammenhänge zwischen Candida und Schwermetallen in Einklang zu bringen mit den Berichten von denen Dr. Shaw u.a. auf der Eppelheim-Tagung, dass eine Candida-Behandlung mit Mitteln wie Nystatin bei autistisch behinderten Kindern Fortschritte bringen kann?

Die Antwort darauf ist wohl darin zu finden, dass die erstgenannten Autoren von Candida im Zusammenhang mit einer noch unbehandelten Amalgambelastung berichten. In diesen Fällen sind die Giftquellen noch im Körper, weshalb es in der Tat sehr problematisch sein kann, Candida zu entfernen, ohne den Nachschub an Giften zu unterbinden. Der Erfolg einer antimykotisch-antibiotische Candida-Behandlung bei autistisch behinderten Kindern liegt vermutlich darin, dass die schädlichen Gifte zwar zu einem früheren Zeitpunkt in den Körper gelangt sind, aber es im Gegensatz zu Zahnamalgam keine oder keine so ergiebigen Nachschubquellen mehr gibt.

Wir denken, dass wir deshalb die Empfehlungen, Medikamente wie Nystatin zur Candida-Behandlung zu nehmen, nach wie vor weiter geben können. Wer jedoch auf Nummer Sicher gehen will, der sollte Medikamente zur Pilzbehandlung nehmen, die auf Flechtenbasis hergestellt wurde (in Deutschland erhältlich). Oder man gibt parallel zur Pilzbehandlung Algen, die - wie oben erwähnt - die gleichen Bindungsfähigkeiten mit Schwermetallen haben wie der Candida, aber ansonsten ungefährlich sind.

Wir beenden für diese Ausgabe das Thema Schwermetalle und Entgiftung. Es könnte noch einiges mehr ausgeführt werden, was wir vielleicht in den nächsten Ausgaben fortsetzen werden.

Wichtig für jedes Ausleitungsverfahren ist die ausreichende Aufnahme von Flüssigkeit. Während einige der autistisch behinderten Kinder einen ungeheuer großen Durst haben, so stellt dies für andere Eltern ein ganz großes Problem dar, ihre Kinder zum trinken zu bewegen. Wenn ihr Kind zu wenig trinkt, dann ist dies sicherlich eine ihrer ersten Aufgaben, es zu trainieren, mehr Flüssigkeit (am besten Tee oder stilles Wasser) aufzunehmen. Wenn ihr Kind allerdings zu den Immerdurstigen zählt, dann sollte dies für Sie ein Alarmzeichen sein, dass etwas nicht stimmt.

Und zum Abschluss nochmals den Hinweis: Die von uns hier erteilten Informationen sind nicht zur Selbsthilfe gedacht. Konsultieren Sie zur Therapie einen erfahrenen Arzt oder Heilpraktiker.