Auszüge aus der 13. Ausgabe
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Eltern berichten im Netzwerk für Autismus und Diät (ANDI)

4 weitere Erfolgsgeschichten:

Die Geschichte von Peter

von Judy Burns, Waverly, PA (USA)

Die ersten 1 ½  Jahre war Peter ein gesundes, glückliches Baby. Er hatte ein liebes, mitunter auch schelmhaftes Wesen. Er hatte offensichtlich Spaß an einfachen Spielen, aber auch daran, uns Gegenstände zuzuwerfen, um dann "uh-oh" zu sagen, wenn es einmal nicht klappte. Er begann zu zählen und nahm bereitwillig an den "Tee Partys" seiner großen Schwester teil, die er "K-K" nannte.

Im Alter von 18 Monaten bemerkten wir bei Peter etliche Veränderungen. Seine Sprachentwicklung verlangsamte sich und stoppte schließlich ganz. Seine Spiele wurden seltsamer und er begann, Spielzeugautos in einer Reihe aufzustellen, anstatt sie wie andere Kinder zu bewegen. Bald darauf musste alles in einer Reihe stehen: Stofftiere, Bücher, ja sogar die Video Kassetten.

Wieder ein Jahr später begann er, nur noch bestimmte Lebensmittel essen zu wollen. Er bevorzugte vor allem trockene Getreideprodukte und Brezeln. Weil dies an für sich gesunde Nahrungsmittel sind, ließ ich ihn dieses auch essen.

Als Peter zwei Jahre alt wurde, fiel mir schon auf, dass er sprachliche Verzögerungen zeigte. Er konnte damals zwar noch zählen und er beherrschte auch noch seine ABC-Tafel, aber er sagte damals schon nicht mehr "uh-oh" oder "K-K". Er antwortete auch nicht mehr mit "JA" oder "Klar" und dann reagierte er auch bald nicht mehr, wenn er mit seinem Namen gerufen wurde. Er schaltete immer mehr ab und wirkte gleichgültig gegenüber seiner Umwelt.

Doch auch körperliche Veränderungen waren zu beobachten: Er bekam an den Armen, den Beinen und auch an anderen Stellen am Körper Ekzeme. Selbst gegen die besten Behandlungsmethoden schien er resistent zu sein. Auch sein Stuhlgang war auf einmal sehr auffällig, was die Struktur als auch den Geruch betraf. So etwas hatte ich noch nicht gesehen.

Als ich begonnen hatte, wegen seiner Sprachentwicklungsverzögerung im InterNet nach Informationen zu suchen, stieß ich zum ersten Mal auf das Wort "Autismus" und ich begann zum ersten Mal zu begreifen, dass dies der richtig Ausdruck für das sei, was mit Peter passiert war. Ich bin mit ihm damals, im Juli 1996, auch zum Kinderarzt gegangen. Doch dieser versuchte, meine Sorgen zu zerstreuen und sagte nur: "Machen Sie sich keine Sorgen, Mama. Viele Kinder sind Spät-Sprecher!"

Im Zuge meiner Autismus-Studien im InterNet stieß ich auf einen Aufsatz von Lisa Lewis über gluten- und kaseinfreie Diäten. Einige der Symptome der Gluten-Empfindlichkeit, die sie in diesem Aufsatz beschreibt, schienen mir schon vertraut zu sein. Also dachte ich, dass dies ein Versuch wert sei und so begann ich im September 1996, Weizen und Gluten aus Peter's Nahrung zu entfernen.

Innerhalb von drei Wochen verschwanden seine Ekzeme. Er begann wieder, hin und wieder Augenkontakt aufzunehmen und seine Stühle wurden zunehmend normaler.

Im März 1997 stellte ich Peter erneut einer Kinderärztin vor, wo er dann auch die Diagnose "Autismus" erhielt. Ich fragte sie, was sie von der Diät halten würde, worauf sie mir antwortete, dass sie davon nicht halten würde. "Aber wenn dies geholfen hat, die Ekzeme zu heilen, dann behalten Sie diese Diät bei!" war ihre Antwort.

Im Juni 1997 begann Peter mit einem intensiven Therapieprogramm, wobei er eine Vorschule für autistisch Behinderte besuchte und Sprachtherapie bekam. Er machte zwar Fortschritte, doch war er nach wie vor ohne Sprache. Auf Aufforderung sagte er höchstens ein paar einzelne Worte, mehr nicht.

Im Winter bekam er dann noch eine Ohrenentzündung, die mit Antibiotika behandelt werden musste. Ich musste feststellen, dass Peter wieder Rückschritte machte und auch, dass sie Hautausschläge wieder auftraten. Dann allerdings erfuhr ich, dass Peter in der Vorschule von den Erziehern glutenhaltige Lebensmittel zum Essen bekam. Für mich stand damals fest, dass es eine wirkliche Verbindung zwischen Peters Bauch und seinem Gehirn geben würde.

Ich suchte erneut einen Arzt auf, um nach medizinischen Behandlungsansätzen zu fragen und kam erneut ohne Antwort wieder zurück nach Hause. Mir blieb abermals nichts anderes übrig, als wieder im InterNet nach Antworten zu suchen. Dort fand ich das Buch von Dr. William Shaw "Biological Treatments for Autism and PDD" Dieses Buch öffnete mir die Augen und warf ein rechtes Licht auf Dinge, die ich bis dato nicht verstanden hatte. Es enthält zudem Informationen von Lisa Lewis und anderen Eltern, wie man eine Diät richtig durchführt.

Nachdem ich das Buch gelesen hatte, ließ ich nun auch alle Milchprodukte aus Peters Speiseplan weg und ließ den von The Great Plains Lab angebotenen Test durchführen. Das Ergebnis war das, dass wir erfahren mussten, dass Peter wohl auch ein Problem mit Pilzen im Darm haben würden. Also mussten wir die Diät dahingehend erweitern, dass wir alle pilz-fördernden Nahrungsmittel entfernen mussten. Dies war wohl der größte Einschnitt, den Äpfel, Trauben, Erdnussbutter und Schokolade waren seine Lieblingsspeisen.

In den ersten vier Monaten, nachdem wir diese strenge Diät begonnen hatten, sahen wir viele Entwicklungsfortschritte. Sicherlich sind viele davon der Vorschule und der Therapie zu verdanken. Dennoch glauben mein Mann und ich, dass die Diät ihm geholfen hat, sich besser zu fühlen und damit die Therapie unterstützt hat.

Seine Fortschritte wurden von Jedem bemerkt. Sogar Leute, die anfänglich gemeint hatten, dass diese Diät zu restriktiv sei, unterstützen heute unsere Bemühungen. Peter hat einen wichtigen Meilenstein erreicht, der vorher unerreichbar erschien.

Peter Sprachvermögen hat sich dahingehend verbessert, dass er immer mehr Worte und ab und zu auch ganze Sätze benutzt. Er geht jetzt auf die Vorschule in unserer Nachbarschaft und hat Freunde gefunden. Wir glauben, dass es eine wirkliche Verbindung zu Peters Verhalten gibt. Wenn die Diät der einzige Weg ist, eine starke Grundlage für den Erfolg zu schaffen, dann denken wir, dass dieser Weg jedem Elternpaar und jedem Doktor vorgeschlagen werden müsste. Die Resultate können sehr lohnend sein.

Hunter’s Geschichte

von Melissa Harris, Bossier City, LA

Mein Sohn Hunter wurde 1997, eine Woche, bevor er zwei Jahre alt wurde, mit PDD diagnostiziert. Ein Cousin meines Mannes ist ein klassischer Autist, sodass wir befürchteten, dass unser Baby wie der 35jährige Cousin werden würde.

Hunter sprach im Alter von 17 Monaten zehn bis fünfzehn Worte. Mit 21 Monaten war er jedoch bereits nonverbal, total zurück gezogen und verlor sein schönes Lächeln. Er war in seiner eigenen Welt und brauchte niemanden, auch uns nicht.

Die Geschichte ist zu lang, um sie hier vollständig zu erzählen. Ich kann jedoch sagen, dass wir seit der Zeit, wo wir zum ersten Mal mit Autismus zu tun hatten, uns ständig im Kämpfen befanden.

Wir machten mit Hunter folgende Therapien: Verhaltenstherapie zu Hause, Ergotherapie, Sprachanbahnungstherapie, Reittherapie, Spieltherapie und vor allem gaben wir ihm Vitamine bzw. Nahrungs-ergänzungspräparate und hielten eine gluten- und kaseinfreie Diät ein. Hunter verbesserte sich, als wir sicher stellten, dass jede Stunde, die er wach war, sich jemand mit ihm beschäftigte, mit ihm arbeitete oder mit ihm spielte.

Die größten Fortschritte erzielte er jedoch 6 Monate, nachdem zum ersten Mal die Diagnose Autismus gestellt worden war. Da begannen wir, alle Milchprodukte aus seiner Nahrung zu entfernen. Sein Sprachschatz nahm schnell zu. Drei Monate später ließen wir dann noch Gluten aus seiner Ernährung weg.

Es war unglaublich. Bis wir Gluten weggelassen hatten, redete er nur einzelne Wörter. Nach einem Monat Diät begann er mit Zwei-Wort-Sätzen, sechs Monate später bereits ganze Sätze. Nach 16 Monaten war seine Sprachentwicklung altersgemäß, nach 18 Monaten brauchte Hunter keine Sprach- und auch keine Ergotherapie mehr.

Hunter wird im März 2000 fünf Jahre alt, was bedeutet, dass er jetzt seit 3 Jahren seine Diagnose hat. Er besucht heute eine normale Vorschule, wo es sich recht gut macht. Er hat viele Freunde, die ihm morgens an der Tür begrüßen. Seine Lehrer können nicht glauben, dass er diese Diagnose einmal erhalten hatte. Man kann ihn heute von den anderen Kindern kaum unterscheiden. Er zeigt ein gutes Sozialverhalten und spielt auch gut mit anderen Kindern. Ich weiß, dass viele Leute glauben, dass ich eine neurotische Mutter sei, aber sie können ja auch nicht wissen, wie hart ich auch schon kämpfen musste.

Alle Freunde, Familienangehörige aber auch die Ärzte sagen, dass Hunter wahrlich ein Wunder sei. Er hat den Autismus in weniger als 3 Jahren überwunden.

Ich arbeite heute mit vielen Eltern autistisch behinderter Kinder. Diät ist das erste, was ich ihnen empfehle. Sie gab uns unseren Sohn zurück. Eine Diät einzuhalten ist zwar anstrengend, aber es ist die Sache wert. Nachdem ich gesehen habe, was die Diät für meinen Sohn bewirkt hat und aufgrund meiner Recherchen der letzten 3 Jahre glaube ich fest, dass die Antwort auf Autismus im biochemischen Bereich zu finden ist.

Wir haben uns bezüglich der Tests und der Behandlungen an das DAN!-Protokoll gehalten. Hunter nimmt immer noch Vitamine und Nahrungsergänzungs-präparate, fünfmal am Tag. Dies ist nicht gerade lustig, aber es ist zu seinem Besten und deshalb ist es das wert.

Hunter akzeptiert heute die Diät als ein Teil seines Lebens. Es war früher für mich sehr bedrückend, andere Kinder zu beobachten, aber heute freue ich mich, dass Hunter aufgeblüht und von Gleichaltrigen kaum zu unterscheiden ist. Wenn ich ihn heute mit anderen Kindern spielen sehe oder wenn ich höre, wie er Weihnachtslieder für Freunde singt und vor allem, wenn ich daran denke, dass wir uns den ganzen Tag lang gut verstehen, dann will ich einfach so viel als möglich anderen Leuten sagen, dass sie bei der Diät bleiben sollen. Es ist zwar hart, aber es wird nach einiger Zeit einfacher, aber für uns war es das einfach wert.

Chelsea's Geschichte

von Nancy Neal, Naples FL

Beinahe vier Jahre hält unsere Tochter Chelsea jetzt schon eine Diät, wo sie kein Gluten, keine Milchprodukte, keiner Eier und auch keine Zitrusfrüchte essen darf. Ich konnten in dieser Zeit ihre Entwicklung von einem nicht sprechenden und sehr zurückgezogenen dreijährigen Kind mit Autismus mit einem (damals so diagnostizierten) IQ von 69 zu einer lebhaften, geschwätzigen und lustigen Siebenjährigen beobachten. Sie besucht nun die 2. Klasse einer Regelschule, und das ohne fremde Hilfe. Es fällt schwer, die von ihren Mitschülern zu unterscheiden und jetzt wurde bei ihr ein IQ von 128 festgestellt.

Wir haben mit ihre viele Therapieformen versucht: Lovaas, Sprachtherapie, Hörtraining, Vitamin-Therapie, DMG und auch Sekretin, um nur ein paar zu nennen. Alle haben unserer Tochter dabei geholfen, den Autismus hinter sich zu lassen und in unsere Welt zurück zu kehren.

Die beiden dramatischsten Fortschritte machte sie jedoch, als wir mit der Diät begannen und dann zwei Jahre später, als sie zum ersten Mal Sekretin bekam. Ich werde das nie vergessen.

Als wir 1995, gegen den Widerstand der restlichen Familie, mit der Diät begannen, wurde Chelsea zunächst zornig und wütend. Obwohl sie damals, dank Lovaas und DMG, gerade gelernt hatte, einzelne Wörter und Zwei-Wort-Sätze zu be-nutzen, sagte sie bereits einige Tage nach Beginn der Diät: "Ich will Milch!" Sie sagte diesen Tag immer und immer wieder, während sie versuchte, zum Kühlschrank hinaus zu klettern. Karyn Seroussi hatte mir gesagt, dass wenn ich irgendwelche Rückzugssymptome bemerken würde, dass das dann ein Zeichen dafür sein könnte, dass wir auf dem richtigen Weg wären.

Nun, wenn wir vielleicht irgendwann doch noch Zweifel hatten, so waren diese damit zerstreut. Innerhalb von zwei Wochen steigerte sich ihr Sprachvermögen auf Vier- bzw. Fünf-Wort-Sätze und die heimlichen Versuche, an die Milch an den Kühlschrank zu kommen, wurden immer seltener. Bald darauf entfernten wir neben der Milch auch Gluten aus ihrer Nahrung und der Erfolg, den wir damit sahen, half uns, dass wir nicht mehr an einen Wechsel oder einen Abbruch der Diät dachten.

Ihre erste Sekretin-Infusion im Juli 1997 verlief leider etwas unglücklich. Wir mussten sie während der Infusion fest halten, weil sie sehr hysterisch reagierte. Danach war sie sehr erschöpft. Sie war sehr blass, doch ihre Lippen waren rosa. Blass blieb sie noch eine Weile, doch dann machte sie den Eindruck, als sei nichts geschehen.

Vor diesem Tag hatte Chelsea immer chronische Magenschmerzen geplagt, doch nach der Infusion verwanden diese dann. In der Zeit danach konnte Jedermann eine unglaubliche Veränderung in ihrem Verhalten beobachten und sie erwarb immer mehr soziale Kompetenzen. Allerdings war sie damals schon so gut, dass er sehr schwer war, diese neuerlichen Veränderung zu dokumentieren.

Nachdem wir heute die Nahrungsmittel-unverträglichkeiten in den Griff bekommen

haben, ist unser Leben viel einfacher geworden. Sicherlich ist es nicht leicht mit der Diät, wenn wir auf lange Reisen gehen oder wenn die Schulbrote gerichtet werden müssen, bei Geburtstagsfeiern oder wenn Chelsea einmal auswärts schläft. Da wünschte ich schon, es wäre anders, doch dann denke ich an die Vergangenheit zurück, als sie noch 3 Jahre alt war und noch nicht gesprochen hat.

Ich sah sie damals immer lange an, wenn sie friedlich schlief, so schön wie sie war. Manche Tränen habe ich in solchen Nächten geweint und mein Herz war schwer. Wenn ich so beobachtete, dann stellte ich mir vor, wie sie sprechen würde.

Ich hatte so viele Wünsche gehabt und gehofft, dass sie wahr werden würden. Ich sitze jetzt an meinem Computer und kann die Tastatur kaum sehen, weil ich wieder Tränen in den Augen habe, aber es sind Freudentränen. Sicherlich waren die Bemühungen, die wir unternommen haben, mitunter sehr beschwerlich gewesen. Doch die Erinnerungen an die Vergangenheit helfen mir immer wieder, mich auf das Wesentlich zu konzentrieren und der Gegenwart eine Perspektive zu geben und an die Zukunft zu denken.

Hannah's Geschichte

von Paige Fivecoat, ANDI Vol. 2, Issue 3

Hannah ist die fünfjährige Tochter meiner Schwester Cara. Sorgen begannen wir uns zu machen, nachdem sie mit 15 Monaten die Masern-Röteln-Mumps-Impfung bekommen hatte. Bis zu diesem Zeitpunkt schien sie sich wie ein normales Baby zu entwickeln, aber als sie schließlich 3 Jahre alt war, hatte sie sich total verändert.

Sie war sehr schwierig geworden und wir konnten mit ihr auch nicht mehr kommunizieren. Sie konnte weder Mama noch JA oder NEIN sagen und sie nickte auch nicht mit dem Kopf für JA bzw. schüttelte ihn auch nicht für NEIN.

Wir konnten mit ihr auch nicht das Haus verlassen, weil sie dann nur noch wild kreischte. Irgendwelche Veränderungen vertrug sie überhaupt nicht. Sie schleppte immer nur Gegenstände mit sich herum, die sie an sich drückte und ein paar Tage mit sich herum trug. Ihr Sprachvermögen war sehr, sehr gering und oft lag sie nur auf dem Boden. Auch zeigte sie kein adäquates Sozialverhalten. Wenn man bloß versuchte, sie anzuschauen oder mit ihr zu sprechen, begann sie zu kreischen. Immer wieder bekam sie diese merkwürdigen Anfälle und Blickkontakt wollte sie absolut keinen aufnehmen. Man kann also sagen, dass ihr Verhalten dem klassischen Bild des Autismus entsprach.

Im Alter von drei Jahren wurde bei Untersuchungen festgestellt, dass sie auf dem Entwicklungsstand eines sechs bis neun Monate alten Kindes sei. Sie kam also in eine spezielle Vorschule, wo sie auch Sprach- und Beschäftigungstherapie erhielt. Zwar zeigte sie danach Verbesserungen, die aber sehr, sehr langsam sich erst einstellten.

Letzten Oktober erfuhr ich dann von Sekretin. Wir riefen Dr. Jeff Bradstreet an, um mehr Informationen zu bekommen und meine Schwester Cara besuchte bald schon darauf eines seiner Seminare. Als sie zurück kam, meinte sie, dass Hannah eine gluten- und kaseinfreie Diät beginnen sollte. Bereits zwei Wochen, nachdem wir damit angefangen hatten, zeigte Hannah einige erste Verbesserungen.

Am Anfang waren wir uns nicht sicher, ob wir uns das nur einbildeten oder ob die Diät ihre ersten Wirkungen zeigte. Bis Dezember blieben unsere Vorbehalte, doch dann waren wir uns ganz sicher, dass wir etwas gefunden hatten, was funktioniert.

Wir konnten jedoch nicht verstehen, warum uns das keiner zwei Jahre vorher gesagt hatte, als Hannah zum ersten Mal

diagnostiziert wurde. Am 9. Dezember 1998 erhielt Hannah die erste Sekretin-Infusion. Innerhalb von 24 Stunden konnten wir Veränderungen sehen. Sie fragte zum ersten Mal "Warum?" und ihre Feinmotorik verbesserte sich dramatisch. Sie begann, ihren Namen zu schreiben und zum ersten Mal malte sie detaillierte Bilder. Wir konnten es kaum glauben.

Hannah hält die gluten- und kaseinfreie Diät nun seit 10 Monaten. Im März 1999 bekam sie ihre zweite Sekretin-Infusion. In dieser Zeit hat sie sich erneut gewaltig verbessert.

Heute versucht sie nicht nur, mit anderen Kindern zu spielen, sie tut es tatsächlich. Sie kann Bilder malen und Geschichten darüber erzählen. Sie beachtet die Dinge als auch die Menschen um sie herum wie eine normale Fünfjährige. Zwar ist ihre Sprache immer noch etwas zurück geblieben, aber sie kann ihre Gedanken ausdrücken und das verlangen, was sie braucht. Sie fragt heute: "Was ist das?" Wir können darüber nur staunen.

Letzte Woche kam Hannah in den Kindergarten. Dr. Bradstreet konnte nicht glauben, dass man Hannah von ihrem Autismus nichts mehr anmerkt. Er meinte, dass sie zu den Kinder zählen würde, die voll auf die Diät als auch auf Sekretin reagieren würden.

Ich wüsste allerdings nicht, wo Hannah heute ohne die Diät stehen würde. Cara ist sich sicher, dass wir diese Verbesserungen in erster Linie der Diät zu verdanken haben. Das Sekretin half ihr dabei, sauber zu werden und die Diät sorgt dafür, dass sie weiterhin sauber bleibt.